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Dread Disease Versicherung

Die Dread Disease Versicherung (in etwa: schlimme Krankheits-Versicherung) folgt anderen Regeln als die Berufsunfähigkeitsversicherung. Versicherungsfall ist nicht die Minderung der Leistungsfähigkeit in einem bestimmten Beruf, sondern das Auftreten einer bestimmten Krankheit. Allerdings kann auch vereinbart sein, dass bestimmte (Unfall-) Folgen als Versicherungsfall gelten. Der genaue Umfang kann sich von Versicherung zu Versicherung aber stark unterscheiden.

Eine Dread Disease Versicherung kann als Alternative zu einer BU-Versicherung sinnvoll sein, wenn eine BU-Versicherung wegen Vorerkrankungen nicht abgeschlossen werden kann oder die Prämie zu teuer wäre. Auch bei Nicht-Berufstätigen kann eine Dread Disease Versicherung vorteilhaft sein, weil anderenfalls die Hürden für eine Zahlung aus einer BU-Versicherung häufig zu groß sind.

Allerdings zahlt die Dread Disease Versicherung nur bei wirklich schweren Erkrankungen, wie etwa Krebs, wobei selbst hier oftmals zudem ein bestimmter Schweregrad vorausgesetzt wird. Orthopädische Beschwerden, die häufig auch eine Berufsunfähigkeit bedingen können, führen dagegen meist nicht zur Leistungspflicht. Zudem sind in der Dread Disease Versicherung psychische Erkrankungen in der Regel nicht mitversichert. Bei den Ursachen einer Berufsunfähigkeit stellen aber gerade Erkrankungen und Probleme wie Depression oder Burn-Out den häufigsten Grund dar.

Häufig gilt bei dieser Versicherung zudem eine (längere) Karenzzeit. Das heißt, dass für die ersten Monate oder Jahre des Bestehens der Versicherung der Versicherungsschutz noch nicht gilt.

Die Leistung in der Dread Disease Versicherung kann – wie in der Berufsunfähigkeitsversicherung – in der Zahlung einer monatlichen Rente bestehen. Es gibt diese Versicherung aber auch mit Kapitalzahlungen. Dann wird auf einmal ein größerer Geldbetrag ausgezahlt. Weitere Leistungen erfolgen dann nicht mehr. Auch endet diese Versicherung in der Regel mit dem Eintritt des Versicherungsfalles. Bei einer neuen Erkrankung besteht der Versicherungsschutz somit nicht mehr – anders als in der herkömmlichen Berufsunfähigkeitsversicherung.