Rechtsanwalt

Dr. Alexander T. Schäfer

Fachanwalt für Medizin-

und Versicherungsrecht

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Das Sekretariat ist montags bis freitags
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Die private Berufsunfähigkeitsversicherung stellt einen wichtigen Schutz zur Existenzsicherung im Falle von Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit dar. Sie soll das wirtschaftliche Risiko absichern, das dadurch entsteht, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird häufig mit einer anderen Versicherung, häufig Lebens- oder Rentenversicherung, gekoppelt. Man spricht dann von einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ).

Um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden ist es empfehlenswert, sich sowohl beim Antrag auf Abschluss der Versicherung aber auch bei der Beantragung von Leistungen von einem Rechtsanwalt, am besten einem Fachanwalt für Versicherungsrecht, beraten und vertreten zu lassen. Anderenfalls besteht das Risiko, dass man durch Fehler oder Nachlässigkeiten seinen Versicherungsschutz gefährdet.

Dr. Alexander T. Schäfer wird von dem unabhängigen Verbraucherratgeber FINANZTIP als einer von deutschlandweit sechs Experten für die Geltendmachung von Leistungen aus Berufsunfähigkeitsversicherungen empfohlen! Am besten gleich von Anfang an anwaltlich vertreten lassen! Fehler bei der Antragstellung führen sonst oft zum vollständigen Leistungsverlust! Das sind die Vorteile, wenn Rechtsanwalt Dr. Alexander  T. Schäfer Sie vertritt:

  • Er wird als Experte empfohlen vom Verbraucherratgeber FINANZTIP – Test in 2017 und erneut in 2020
  • Er ist Fachanwalt für Medizinrecht und für Versicherungsrecht
  • Er vertritt keine Versicherungsunternehmen
  • Er vertritt Sie auch gegenüber Versorgungswerken, Fluguntauglichkeits-, Erwerbsunfähigkeits-, und Dread Disease Versicherungen
  • Er betreut und bearbeitet alle Fälle persönlich
  • Er ist deutschlandweit tätig

Dr. Schäfer kann Ihnen helfen

  1. beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung:

    Idealerweise haben Sie vorher bereits verschiedene Angebote durch einen Versicherungsmakler oder -vertreter erstellen lassen. Aufgrund der unüberschaubaren Anzahl von Verträgen und Tarifen erfolgt die entsprechende Beratung und Vorauswahl am besten durch einen Makler oder Versicherungsvertreter. Bevor Sie den Antrag auf Abschluss der Versicherung abgeben, lassen Sie diesen aber auf für Sie nachteilige Klauseln überprüfen und sich beim Ausfüllen der Gesundheitsfragen beraten.

  2. bei der Beantragung von Versicherungsleistungen:

    Tritt der Versicherungsfall ein – werden Sie also berufsunfähig – müssen Sie aufpassen, bei der Beantragung der Leistungen keine Fehler zu machen. Falsche oder unvollständige Angaben können zum Verlust aller Ansprüche führen oder die Auszahlung erheblich verzögern. Korrekturen sind im Nachhinein nur sehr schwer möglich. Zudem werden gerade in der Berufsunfähigkeitsversicherung vom Versicherer eine kaum mehr überschaubare Anzahl an Informationen und Daten erbeten. Die Beantwortung der Fragen und Bereitstellung der Unterlagen ist mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden. Dr. Schäfer kann Sie dabei beraten und auch die gesamte Korrespondenz mit dem Versicherer für Sie führen.

    In 2018 hatte Dr. Alexander T. Schäfer eine Erfolgsquote von 81% (Leistungsanerkenntnis durch den Versicherer, in den übrigen 19% konnte ein Vergleich geschlossen werden). In 2019 waren über 90 % aller BU-Anträge, bei denen die Vertretung von Anfang an durch Dr. Schäfer erfolgte, erfolgreich (88 % Anerkenntnisse, 6 % Vergleiche)!

  3. wenn Sie trotz BU-Rente wieder arbeiten möchten:
    Auch nach einem Anerkenntnis und bei Bezug der Berufsunfähigkeitsrente besteht bei vielen der Wunsch, wieder arbeiten zu gehen; entweder im gleichen Beruf oder in einer neuen Tätigkeit. Das ist in fast allen Fällen möglich und zwar ohne, dass der Anspruch auf die Leistungen wegen BU verloren geht.  Wichtig ist aber, die neue Tätigkeit so auszugestalten, das der Versicherer zur Leistung verpflichtet bleibt. Auch hier kann Dr. Schäfer Sie beraten. Gleiches gilt, wenn Sie beabsichtigen, auf einen neuen Beruf umzuschulen oder ein Studium etc. zu beginnen.
  4. bei einer Nachprüfung:
    Auch nach einem Anerkenntnis darf der Versicherer immer wieder überprüfen, ob die Berufsunfähigkeit noch fortbesteht. Bei manchen Verträgen darf er dabei auch neu erworbene Fähigkeiten berücksichtigen und eine entsprechende abstrakte oder konkrete Verweisung aussprechen. Wenn der Versicherer der Ansicht ist, es sei eine Besserung eingetreten, muss er dies dem Versicherten genau darlegen. Viele Mitteilungen weisen aber Mängel auf, die für den Versicherten oftmals nicht sofort erkennbar sind. Deshalb sollte man schon zu Beginn des Nachprüfungsverfahrens sich anwaltlicher Hilfe versichern.

    Zu den Versicherern, bei denen ich erfolgreicht Leistungen durchgesetzt habe, zählen die Allianz, Alte Leipziger, AXA, Barmenia, BVV, Condor, Cosmos Direkt, Debeka, Entis (Mannheimer), Ergo, Europa, Generali (AachenMünchener), Gothaer, Hannoversche, HDI, Heidelberger, HUK-Coburg, LV1871, Neue Leben, Nürnberger, Öffentliche Braunschweig, Proxalto, R+V, SV Sparkassen Versicherung, Stuttgarter, Swiss Life, Victoria, Volkswohl Bund, Württembergische Lebensversicherung. Bei den Versorgungswerken sind es typischerweise die der Ärztekammern und Apothekerkammern, vor allem in Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.


Wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Der Anspruch entsteht, wenn Berufsunfähigkeit im Sinne der Versicherungsbedingungen eintritt. Die genaue Definition ist dabei von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich. In der Regel wird eine dauerhafte, mindestens zu 50 % bestehende Unfähigkeit zur Fortführung des erlernten und ausgeübten Berufs verstanden. Liegt die Berufsunfähigkeit unterhalb der 50 % Schwelle, besteht kein Anspruch. Viele Verträge lassen es dafür genügen, dass man mindestens 6 Monate ununterbrochen außer Stande war, seinem letzten Beruf nachzugehen. Dabei kommt es nicht darauf an, wodurch die Berufsunfähigkeit entstanden ist. Auch verlangt die Berufsunfähigkeitsversicherung keine generelle Erwerbsunfähigkeit. Es ist also egal, wenn man noch einen ganz anderen Beruf ausüben könnte.

Für spezielle Berufsgruppen, zum Beispiele Beamte oder Piloten und Flugbegleiter, gibt es spezielle Versicherungstarife, etwa die Dienstunfähigkeits- oder Fluguntauglichkeitsversicherung. Diese erleichtern die Voraussetzungen für den Anspruch.

Bestimmte Berufe (z.B. Anwälte, Notare, Steuerberater, Ärzte, Apotheker, Psychotherapeuten, Architekten, Wirtschaftsprüfer, zum Teil auch für Ingenieure) sind über berufsständische Versorgungseinrichtungen, die sogenannten Versorgungswerke, versichert. Diese zahlen neben der Altersversorgung auch Berufsunfähigkeitsrenten. Die Voraussetzungen weichen von denen der privaten Versicherungen ab. Ferner haben in der Regel die jeweiligen Berufe in jedem Bundesland ein eigenes Versorgungswerk mit eigenen Regeln, sodass auch dadurch sich Unterschiede ergeben.

Leistungen:

Die Hauptleistung ist die Berufsunfähigkeitsrente (BU-Rente). Diese wird gezahlt, solange die Berufsunfähigkeit andauert. Außerdem muss man in dieser Zeit die Versicherungsprämien nicht zahlen. In manchen Verträgen ist zudem jährliche Steigerung der BU-Rente vereinbart.

Verweisung:

Viele Verträge enthalten eine abstrakte oder konkrete Verweisungsklausel. Diese gibt dem Versicherer die Möglichkeit, den Versicherten trotz bestehender Berufsunfähigkeit auf einen anderen Beruf zu verweisen, wenn er diesen anderen Beruf ausüben kann (abstrakt) oder schon ausübt (konkret). Voraussetzung dafür ist, dass der andere Beruf vergleichbar ist. Hierzu wird auf das soziale Ansehen des anderen Berufs, die Höhe des Verdiensts, die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt abgestellt.

Gerade die Verweisungsklausel ist immer wieder Grund für Streit. Die Versicherer nutzen diese Möglichkeit häufig zu Unrecht, um sich der Leistungspflicht zu entziehen. Verträge ohne Verweisungsklauseln sind für den Versicherten also besser. Allerdings sind die Prämien auch höher.

Das Nachprüfungsverfahren:

Der Versicherer ist berechtigt, das Fortbestehen der Berufsunfähigkeit zu überprüfen (Nachprüfungsverfahren). Sinkt der Wert der Berufsunfähigkeit wieder unter die vertraglich vereinbarte Grenze, in der Regel also unter 50 %, verliert der Versicherte seinen Anspruch. Allerdings muss dafür der Versicherer beweisen, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten tatsächlich gebessert hat und er deshalb wieder zu mindestens 50% arbeiten kann.

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung:

Von der Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung abzugrenzen. Es handelt sich um eine relativ seltene Versicherung. Diese gewährt Leistungen nur dann, wenn der Versicherte keinerlei Erwerbstätigkeit mehr nachgehen kann, also überhaupt keinen Beruf mehr ausüben kann.

Die Schulunfähigkeitsversicherung:

Einen Sonderfall der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist die Schulunfähigkeitsversicherung. Diese setzt bereits im Vorfeld der beruflichen Tätigkeit, also während der Schulzeit an. Sie erfasst häufig auch Zeiten einer Ausbildung oder eines Studiums und geht danach meist automatisch in eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung über.

Die Existenzschutzversicherung:

Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Art der Berufsunfähigkeitsversicherung, die allerdings typischerweise in Privaten Unfallversicherungen zu finden ist. Die Existenzschutzversicherung stellt – ähnlich der klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung – ebenfalls auf Einschränkungen der Fähigkeit zur Ausübung des Berufs ab und gewährt als Leistungen Einmalzahlungen oder Renten.

Die Dread Disease Versicherung:

Als Alternative zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es auch Dread-Disease-Versicherungen. Diese zahlen, wenn man an einer bestimmten Krankheit leidet. Ob man seinen Beruf noch ausüben kann, ist dabei egal.

Die Fluguntauglichkeitsversicherung:

Hierbei handelt es sich um eine Spezial-BU-Versicherung für Piloten (loss of licence Versicherung) und Flugbegleiter. Der Versicherungsfall ist hier durch den Eintritt von Fluguntauglichkeit definiert.

Die Dienstunfähigkeitsversicherung:

Dies stellt eine besondere BU-Versicherung dar. Es handelt sich dabei in der Regel um einer Zusatzklausel. Wird bei Beamten die (erkrankungsbedingte) Dienstunfähigkeit festgestellt, so gilt dies als Berufsunfähigkeit.

Versicherungsrecht

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