Dr. Alexander T. Schäfer
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Der Verdienstausfall als Schadensersatzposition

 

Beim Verdienstausfall, auch Erwerbsschaden genannt, handelt es sich um eine Schadenersatzposition. Der Schaden entsteht durch die (unfallbedingte) Unfähigkeit zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit.

  1. Der Verdienstausfall des Arbeitnehmers
    Beim angestellten Arbeitnehmer kommt es zum Erwerbsschaden dadurch, dass die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach sechs Wochen endet und dass dann von der Krankenkasse oder Berufsgenossenschaft gezahlte Krankengeld oder Verletztengeld nur ca. 70 % des Gehalts ersetzt. Auch bei private Krankenversicherten ersetzt das Krankentagegeld denLohnausfall häufig nicht zu 100 %.

    Die Differenz stellt dann den Schaden dar. Allerdings muss sich der Arbeitnehmer ersparte Aufwendungen und bestimmte Ersatzleistungen Dritter schadensmindernd anrechnen lassen.

  2. Der Verdienstausfall des Selbstständigen
    Bei selbstständig Tätigen ist der Erwerbsschaden sehr viel schwieriger zu berechnen. Da durch die Unterbrechung der Arbeitstätigkeit bestimmte Kosten eingespart werden, kann man nicht einfach den Umsatzausfall zugrunde legen. Die Berechnung ist deshalb häufig langwierig und kompliziert.

  3. Der Schaden des Arbeitgebers
    Auch die Arbeitgeber werden durch einen Unfall ihres Arbeitnehmers mittelbar geschädigt. Denn aufgrund des Entgeltfortzahlungsgesetzes sind sie im Krankheitsfall zur Lohnfortzahlung für sechs Wochen verpflichtet. Allerdings geht dann der Schadensersatzanspruch des Arbeitnehmers auf den Arbeitgeber über, sodass der Arbeitgeber den Schadensverursacher in Regress nehmen kann.

 

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