Dr. Alexander T. Schäfer
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Hygienemängel - Schadensersatz für Infektionen mit Krankenhauskeimen


Hygienemängel und daraus resultierende Infektionen sind mittlerweile ein großes Problem in nahezu allen Krankenhäusern. Als besonders gefährlich hat sich dabei der antibiotikaresistente MRSA-Keim (Methillicin-Resistenter Staphylococcus Aureus) entwickelt. Seine Verbreitung ist häufig. Für gesunde und unverletzte Menschen stellt er in der Regel keine Gefahr dar. Gelangt er aber über eine offene Wunde in einen geschwächten Körper, kann er verheerende Gesundheitsschäden bis hin zum Tod bewirken. Schätzungen gehen von jährlich bis zu 40.000 Toten in deutschen Krankenhäusern infolge von Infektionen mit MRSA aus.

Die besondere Problematik für die Patienten besteht dabei darin, dass sie zur Durchsetzung ihrer Ansprüche nicht nur beweisen müssen, dass sie mit dem Keim infiziert wurden, sondern auch, dass diese Infektion vermeidbar gewesen wäre. Aufgrund neuerer gesetzlicher Regelungen, etwa den Meldepflichten des Infektionsschutzgesetzes und den vom Robert-Koch-Institut geforderten MRSA-Screening, sind ihre Chancen auf Schadensersatz mittlerweile aber gestiegen.

Außer diesen gefährlichen Keimen sind es häufig gefährliche Nachlässigkeiten der niedergelassenen Ärzte. Besonders intraartikuläre Injektionen, also Spritzen in Gelenke, verlangen größtmögliche Anstrengungen zum Schutz vor Infektionen, da diese im Gelenk zu schwersten Schäden führen. Leider werden in der Praxis selbst Grundstandards der Hygiene - Handschuhe, Mund- und Kleidungsschutz, ausreichend langes Einwirken des Desinfektionsmittels - nicht beachtet. Die Leidtragenden sind die Patienten.

Gelingt es, dem Arzt einen Verstoß gegen diese Standards nachzuweisen, sind die Chancen auf Schadensersatz, wie etwa Schmerzensgeld, aber gut. Denn hat der Arzt ein Versäumnis im sogenannten voll beherrschbaren Bereich zu vertreten, muss er beweisen, dass der Schaden nicht zu verhindern gewesen wäre.

 

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