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23.09.2015 17:45 Alter: 2 yrs

Private Krankenversicherung muss Kosten einer Bioelektrotherapie (erweiterte Galvanotherapie) erstatten

Urteil des Landgerichts Dortmund vom 15.10.2014 (2 O 177/13) gibt dem Kläger recht und verurteilt den privaten Krankenversicherer zur Kostenerstattung.

Der an Prostatakrebs erkrankte Kläger ließ sich von einem Heilpraktiker mit einer sogenannten Bioelektrotherapie (Galvanotherapie) behandeln. Die Kosten hierfür wollte er von seiner privaten Krankenversicherung erstattet haben. Diese lehnte ab und stelle die medizinische Notwendigkeit und die Art der Abrechnung in Frage. Das Gericht gab dem Kläger recht.

 

Unstreitig umfasst der vereinbarte Versicherungsschutz auch die Kostenerstattung für die Leistung von Heilpraktikern. Die hier durchgeführte Therapie stellte zudem zur schulmedizinischen Versorgung eine echte Alternative dar. Sie war damit medizinisch notwendig im Sinne der Versicherungsbedingungen.

 

Auch konnte der Heilpraktiker zur Abrechnung auf die Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ) zurückgreifen, da das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker diese Therapie nicht enthielt.