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17.08.2016 14:30 Alter: 1 year

Hund - Katze - Maus: Was Hundehalter wissen sollten!

Bundesgerichtshof fällt Urteil zur Tierhalterhaftung (31.05.2016 – VI ZR 465/15)

Kommt es bei einem Gerangel zwischen zwei Hunden zu einer Schädigung eines der beiden Tierhalter, muss dieser damit rechnen, dass sein Schadensersatzanspruch gekürzt wird. Gerechtfertigt wird dies damit, dass ein Gerangel zwischen Hunden die Verwirklichung einer typischen Tiergefahr darstellt. Diese geht nicht nur von einem, sondern eben von beiden Tieren aus.

Diese Tiergefahr kann nur dann entfallen, wenn sich ein Tier vollkommen passiv verhält oder nur der Anweisung des Halters folgt. Dagegen genügt es für die Annahme einer mitwirkenden Tiergefahr, wenn von einem Tier bestimmte Reize ausgehen.

Die hoch dieser Anteil dann bewertet werden muss und der Anspruch dann auch gegebenenfalls zu kürzen ist, ist eine Frage der Umstände des Einzelfalles und kann nicht pauschal bemessen werden.

Auf eine Besonderheit weist der BGH aber ebenso hin: Die vom Tier des Geschädigten ausgehende Gefahr spielt für eine Anspruchskürzung dann keine Rolle mehr, wenn einem Halter ein Fehlverhalten vorzuwerfen ist, etwa weil er das Tier nicht hinreichend beaufsichtigt hat.

Die Entscheidung kann im Volltext hier eingesehen werden.