Dr. Alexander T. Schäfer
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Der Umbau von Haus und Wohnung als Schadensersatzposition

 

Geschädigte, die dauerhaft behindert sind, haben ein Recht auf ein behindertengerechtes Wohnumfeld. Es handelt sich um einen Fall der vermehrten Bedürfnisse. Entstehen Kosten durch einen notwendigen Umbau der Wohnung oder des Hauses, muss der Schadensverursacher diese tragen. Es handelt sich dabei um eine Schadensersatzposition. Hierzu gehören zum Beispiel

  • barrierefreier (stufenloser) Zugang durch Rampen oder Fahrstühle;
  • verbreiterte (rollstuhlgerechte) Türen;
  • behindertengerechtes Bad (unterfahrbares Waschbecken, Einstiegshilfen und Haltegriffe für Dusche und Badewanne;
  • behindertengerechte Küche (unterfahrbare Küchenzeile);
  • rollstuhlgerechte Möbel.

Bei den Umbaukosten gibt es grundsätzlich keine Obergrenze. Der Schädiger muss also alle Kosten ersetzen, auch wenn diese außergewöhnlich hoch sind. Ausnahmen greifen nur dann, wenn es dem Geschädigten zumutbar ist, in eine andere Wohnung oder ein anderes Haus umzuziehen. Das gilt aber nur, wenn in jeder Hinsicht vergleichbarer Wohnraum am gleichen Ort zur Verfügung steht. Dies ist häufig aber nicht der Fall.


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