Dr. Alexander T. Schäfer
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Behandlungsfehler bei Schönheitsoperationen


Medizinisch nicht indizierte Eingriffe sind in der Regel sogenannte Schönheitsoperationen, also ärztliche Behandlung aus kosmetischen Gründen. Hierzu gehören vor allem Brust-Operationen (meist Vergrößerungen durch Implantate), Fettabsaugungen oder Straffungen. Gelegentlich gibt es für diese Eingriffe auch eine medizinische Indikation, etwa nach entstellenden Unfällen.

Die Haftung des Arztes für Behandlungsfehler unterscheidet sich bei medizinisch nicht indizierten Operationen nicht von der bei anderen Eingriffen. Der Arzt schuldet immer ein sorgfaltsgemäßes Vorgehen gemäß dem Facharztstandard. Da allerdings jeder Eingriff mit Risiken einhergeht, sind die Anforderungen an die Aufklärung bei solchen Operationen besonders hoch.

Viele Patienten machen sich nicht bewusst, dass jede Operation ein Risiko darstellt, häufig allein schon wegen der Narkose. Auch kann ein Arzt niemals den Erfolg einer Behandlung garantieren. Manchmal ist das Ergebnis schlechter als die Ausgangslage. Das muss dann nicht zwingend auch einen Fehler des Arztes zurückzuführen sein. Weil diese Risiken aber bestehen, muss der Arzt vor der Behandlung deutlich darauf hinweisen.

Diese präoperative Aufklärung ist häufig nur mangelhaft. Schönheitsoperationen werden mittlerweile wie eine Ware verkauft und entsprechend angepriesen. Der Erfolg wird als sicher erreichbar dargestellt, Risiken verschwiegen oder verharmlost. In solchen Situationen hat ein geschädigter Patient einen Anspruch auf Schadensersatz einschließlich Schmerzensgeld. Dieser Anspruch umfasst im Falle der mangelhaften Aufklärung auch solche Folgen, die nicht auf einem Fehler des Arztes beruhen.

 

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